Zum Thema Hoffnung wird derzeit viel geschrieben. Philosoph:innen wie Byung-Chul Han und Corine Pelluchon, Theolog:innen wie Margot Käßmann und Hartmut von Sass sowie Kulturwissenschaftler:innen wie Jonas Grethlein und Jane Goodall erkunden dieses Gefühl, das zugleich eine aktivierende Lebenskraft und ein zukunftsorientiertes Weltverhältnis ist. Was Hoffnung gibt, sind oft Geschichten, die erzählen, wie das gehen kann: sich an dem orientieren, was man (noch) nicht sieht, in kleinen und großen Lebenskrisen weitermachen, sich dafür einsetzen, dass es besser wird mit dieser Welt oder dem einen Menschen nebenan. Und die zugleich von den Irrwegen der Hoffnung wissen, wenn sie blind macht für die Realität und in Naivität oder Ergebenheit umschlägt. Deshalb machen wir uns auf die Suche nach einer lebenskundigen, tragfähigen Hoffnung in der belletristischen Literatur der Gegenwart. Ca. fünf Monate vor Kursbeginn werden fünf Bücher (Romane oder Erzählungen) genannt, die vorab gelesen und im Kurs intensiv besprochen werden. Dazu gibt es viel Gelegenheit zum Kennenlernen und Weiterempfehlen von belletristischer Literatur und zum kollegialen Austausch über die Leidenschaft des Lesens, die wie kaum eine andere das Leben und die Theologie verbindet. Die Buchgespräche über Hoffnung verbinden wir mit Erkundungen auf philosophischem, theologischem und kulturwissenschaftlichem Terrain.
Leitung: Dr. Hendrik Meyer-Magister