Leitung: Holger Nollmann
Was geschieht eigentlich, wenn wir sagen: „Ich glaube an Gott“? Stimmen wir einer Aussage zu? Bekennen wir? Oder verändert Glaube unser ganzes Leben?
Der Schweizer Priester und Theologe Maurice Zundel (1897–1975) formuliert einen provozierenden Satz: „Ich glaube nicht an Gott. Ich lebe ihn.“ Was zunächst irritiert, eröffnet einen überraschenden Zugang zum christlichen Glauben – jenseits theistischer Gottesbilder, bloßer dogmatischer Überzeugungen und religiöser Selbstverständlichkeiten: Glaube als eine Weise zu leben. Zundel verbindet theologisch-philosophische Weitsicht und spirituelle Tiefe mit einer ebenso eigenständigen wie innovativen Sicht auf den Menschen, seine Freiheit und seine Gottesbeziehung.
Gemeinsam lesen wir Auszüge aus der jüngst erschienenen Anthologie Ich ist ein anderer und fragen, welche Impulse Zundels Denken für unser Verständnis dessen, was Glauben heißt, bereithält und ob seine Sprache helfen kann, christlichen Glauben in einer säkularen und religiös vielstimmigen Gegenwart neu zur Sprache zu bringen.
Als Gesprächspartner wird Claude Bachmann teilnehmen. Er ist Mitherausgeber der ersten Zundel-Anthologie in deutscher Sprache: Ich ist ein anderer (2026) und wird das gemeinsame Nachdenken mit seiner Kenntnis von Werk und Person Maurice Zundels bereichern.
Zugrunde liegende Textauszüge werden den angemeldeten Teilnehmenden ca. zwei Wochen vorher zugesandt. Nach einem Einstiegsimpuls wird das Thema diskutiert, bei höherer Teilnahmezahl auch in Kleingruppen.
Dauer: 60 Minuten (18:00 - 19:00 Uhr)
Teilnahme an einzelnen oder mehreren Terminen möglich. Die Abende bauen nicht aufeinander auf. Wir bitten um Anmeldung, gern auch kurzfristig und/oder direkt bei der Studienleitung. FEA-Teilnehmende sind willkommen, die Teilnahme kann aber leider nicht auf die FEA-Pflicht angerechnet werden
Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben.
18.02.2027
Vom Suchen und Finden der eigenen religiösen Stimme in der Predigt
Leitung: Imke Schwarz
Kategorien: Theologie