Leitung: Hartmut Hawerkamp
Die Frage nach Identität ist derzeit überall präsent: in politischen Debatten, in kulturellen Konflikten, in kirchlichen Selbstverständigungsprozessen. Auch Kirche fragt: Was bleibt, wenn gesellschaftliche Selbstverständlichkeiten schwinden, Milieus sich verflüssigen und christliche Tradition nicht mehr einfach vorausgesetzt werden kann?
Der Philosoph und Sinologe François Jullien widerspricht der Vorstellung, Kulturen hätten einen festen Kern, den man besitzen, schützen oder verteidigen könne. Es gibt für ihn keine kulturelle Identität, kein abgeschlossenes Erbe, keine reine Herkunft, sondern: Ressourcen. Kultur lebt davon, dass sie erschlossen, übersetzt, geteilt und neu ins Spiel gebracht wird.
Das ist auch für Kirche und Theologie eine produktive Irritation. Auch die christliche Tradition ist kein Besitzstand. Sie ist ein Reichtum an Texten, Bildern, Ritualen, Gebeten, Denkformen und Praktiken, der immer neu geöffnet werden will. Was hieße es, Kirche nicht als religiöse Identitätsagentur, sondern als sich wandelnder Resonanzraum des Evangeliums zu denken?
Prof. Dr. Michael Schüßler, Lehrstuhl für Praktische Theologie, Universität Tübingen, und Kenner der Gedankenwelt Julliens wird das Gespräch durch Impulse bereichern.
Für alle, die nach einer kirchlichen Haltung in pluraler Zeit suchen — ohne vorschnelle Eindeutigkeit, aber mit theologischer Neugier.
Zugrunde liegende Textauszüge werden den angemeldeten Teilnehmenden ca. zwei Wochen vorher zugesandt. Nach einem Einstiegsimpuls wird das Thema diskutiert, bei höherer Teilnahmezahl auch in Kleingruppen.
Dauer: 60 Minuten (18:00 - 19:00 Uhr)
Teilnahme an einzelnen oder mehreren Terminen möglich. Die Abende bauen nicht aufeinander auf. Wir bitten um Anmeldung, gern auch kurzfristig und/oder direkt bei der Studienleitung. FEA-Teilnehmende sind willkommen, die Teilnahme kann aber leider nicht auf die FEA-Pflicht angerechnet werden
Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben.
20.01.2027
„Ich glaube nicht an Gott, ich lebe ihn.“
Leitung: Holger Nollmann
18.02.2027
Vom Suchen und Finden der eigenen religiösen Stimme in der Predigt
Leitung: Imke Schwarz
Für alle, die nach einer kirchlichen Haltung in pluraler Zeit suchen — ohne vorschnelle Eindeutigkeit, aber mit theologischer Neugier.
Zugrunde liegende Textauszüge werden den angemeldeten Teilnehmenden ca. zwei Wochen vorher zugesandt. Nach einem Einstiegsimpuls wird das Thema diskutiert, bei höherer Teilnahmezahl auch in Kleingruppen.
Dauer: 60 Minuten (18:00 - 19:00 Uhr)
Teilnahme an einzelnen oder mehreren Terminen möglich. Die Abende bauen nicht aufeinander auf. Wir bitten um Anmeldung, gern auch kurzfristig und/oder direkt bei der Studienleitung. FEA-Teilnehmende sind willkommen, die Teilnahme kann aber leider nicht auf die FEA-Pflicht angerechnet werden
Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben.
20.01.2027
„Ich glaube nicht an Gott, ich lebe ihn.“
Leitung: Holger Nollmann
18.02.2027
Vom Suchen und Finden der eigenen religiösen Stimme in der Predigt
Leitung: Imke Schwarz
Kategorien: Theologie